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Keiner fällt durchs Netz >>

Um allen Kindern von Beginn an die gleichen Chancen auf eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen, soll mit Hilfe des Projektes ein sehr früher Zugang zu stark belasteten Familien gefunden und ausgebaut werden.

In unserem Projekt ( www.keinerfaelltdurchsnetz.de ) versuchen wir vor allem Familien mit vielfältigen Schwierigkeiten anzusprechen. Diese Familien können das Angebot einer speziell ausgebildeten Familienhebamme in Anspruch nehmen, welche die Familie maximal 1 Jahr lang betreut. Der Arbeitskreis „Netzwerk für Eltern“ hilft, sofern Bedarf besteht, bei der Vermittlung von weiteren Hilfen.

Für alle Eltern in jedem Landkreis wird der Elternkurs „Das Baby verstehen“ angeboten, in dem es unter anderem um das Erkennen und Verstehen der Signale des Neugeborenen geht.

Das Projekt ist inzwischen in zwei Landkreisen in Hessen, im gesamten Saarland und in der Stadt Heidelberg etabliert. In Heidelberg entstand das Projekt in Kooperation mit der Stadt und im Rahmen des Heidelberger Kinderschutz Engagements (HEIKE). Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts wird vom Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg vorgenommen.

Förderung: Hessisches Sozialministerium, Saarländisches Sozialministerium, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bmfsfj), hessenstiftung - familie hat zukunft, Karl-Kübel-Stiftung, Stadt Heidelberg, Kreis Bergstraße, Kreis Offenbach, Kreis Homburg, Kreis Merzig-Wadern, Kreis Neunkirchen, Saarpfalz-Kreis, Kreis Saarlouis sowie der Stadtverband Saarbrücken (2007 - 2010)


PFIFF: Projekt frühe Interventionen für Familien >>

Das „Projekt Frühe Interventionen für Familien – PFIFF“ wird als eine Begleitforschung für das Projekt „Keiner fällt durchs Netz“ durchgeführt. Nur so können wir herausfinden, was im Einzelnen zum Erfolg der Frühförderung beiträgt und welche Maßnahmen nicht zu empfehlen sind. Unsere Forschung setzt sich aus einer Prozess- und einer Ergebnisevaluation zusammen.
Die Fragestellungen hinsichtlich der Prozessevaluation beziehen sich auf die Durchführung vom Projekt „Keiner fällt durchs Netz“. Die Ergebnisevaluation beinhaltet eine Bewertung der Wirksamkeit der verschiedenen Interventionsbestandteile von „Keiner fällt durchs Netz“.

Es wurden folgende Haupthypothesen formuliert:
Nach einer Intervention über ein Jahr wird im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ein signifikanter Effekt in den folgenden Bereichen erzielt:

  • größere elterliche Kompetenz
  • funktionalere Eltern-Kind-Interaktionen
  • angemessener Entwicklungsstand der Säuglinge

Design: Es handelt sich hier um eine quasiexperimentelle Studie, d.h. um eine kontrollierte Studie unter naturalistischen Bedingungen bei der die Zuweisung zu Interventions- und Kontrollgruppe nicht zufällig erfolgt.

Für die Ergebnisevaluation wird ein Vergleich von sozial stark belasteten Familien, die eine Intervention bekommen, und solchen, die keine Intervention bekommen, durchgeführt.

Die Evaluation soll zu vier Messzeitpunkten stattfinden: wenige Wochen nach der Geburt, wenn das Kind sechs Monate alt ist, wenn es ein und wenn es zwei Jahre alt ist.

Erhebungsinstrumente: Zu den vier Messzeitpunkten sollen unterschiedliche Untersuchungsbereiche sollen erschlossen werden: durch Experteneinschätzung der beobachteten Interaktion in standardisierten und videographierten Untersuchungssituation und durch Selbstauskunft der Eltern anhand von Fragebögen bzw. strukturierter Interviews.

Insgesamt werden dabei 3 Untersuchungs-bereiche systematisch erfasst:

  • 1. das Kind (biologische und psychosoziale Risikokomponenten),
  • 2. die Eltern (biologische und psychosoziale Risikokomponenten),
  • 3. die Eltern-Kind-Beziehung bzw. Interaktion
    (psychosoziale Risikokomponenten).
Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bmfsfj)