Foerderung der Beziehungskompetenzen
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Förderung der Beziehungskompetenzen in der Prävention
 

Präventionsmaßnahmen sind auf die Bereitstellung und die Förderung von Beziehungs-Ressourcen auszurichten. Kinder und die Familien, in denen sie leben, sind in Krisensituationen zu unterstützen, um die seelische Gesundheit zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen. In allen Schwellensituationen des familiären Lebenszyklus kann es in Partnerschaften, in Familien und bei den Einzelnen zu Entwicklungskrisen kommen.

Prävention bei Gewalt

Ein langfristiges Ziel dieser Maßnahmen ist die Prävention von Gewalt in der Kindheit, wie sie auch vom Bündnis für Kinder gegen Gewalt angestrebt wird, die als Misshandlung oder sexueller Missbrauch in Familien als ein Risikofaktor für die Entstehung psychischer und psychosomatischer Krankheit angesehen werden muß. In der bisherigen Gewaltforschung der Abteilung konnte gezeigt werden, daß durch die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialen für die Grundschule und durch Anleitung und Supervision von Lehrkräften der Umgang mit Gewalt und die Bereitschaft zu Gewalt sinken.

Ziel des Instituts ist es, derartige Materialien weiterzuentwickeln, auf andere Gruppen auszuweiten - z.B. Kindergärten - und diese Materialien nebst Anleitung und Supervision im deutschsprachigen Raum verfügbar zu machen. Der Entstehung von psychischer Krankheit soll breitenwirksam vorgebeugt werden.

Die Eltern-Säuglings-Sprechstunde

Ein weiterer Schwerpunkt der präventiven Ausrichtung der Abteilung betrifft die frühe Eltern-Kind-Beziehung. Die Belastungen junger Familien werden von den Betroffenen oft unterschätzt und auch von der Gesellschaft nicht adäquat gewürdigt. Z.B. bildet das sog. „Schreibaby“ häufig das Produkt eines Teufelskreises zwischen einer Schwierigkeit zur Selbstregulation beim Baby und der elterlichen inadäquaten Reaktion auf das schreiende Baby. In derartigen Konstellationen werden das Befinden von Mutter und Kind - und regelhaft auch die Paarbeziehung - beeinträchtigt. Die präsentierten Symptome der Babys in der Eltern-Säuglings-Sprechstunde sind: exzessiv schreiende Babys, Schlafstörungen, Fütterungsstörungen, oppositionelles Verhalten. Studien belegen, daß diese Konstellationen einen Grundstein für spätere beziehungsbedingte körperliche und seelische Störungen legen. Die Erarbeitung weiterer präventiver Konzepte ist dringend angezeigt. Das Konzept der „Elternschulen“ oder die Fortbildung der Kinderärzte in diesem Bereich sind aktuell geforderte Projekte.