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Randomisiert-kontrollierte Effektivitätsstudie der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie (SKEPT) bei frühkindlichen Selbstregulationsstörungen im Vergleich zur kinderärztlichen Regelbehandlung >>

Frühkindliche Regulationsstörung bezeichnet die außergewöhnliche Schwierigkeit des Säuglings oder Kleinkindes, sein Verhalten in einem, meist aber in mehreren Interaktionskontexten angemessen zu regulieren. Zu den verbreitetsten Regulationsstörungen der frühen Kindheit zählen das exzessive Schreien, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Fütterstörungen. Die Häufigkeit solcher Regulationsstörungen im ersten Lebensjahr wird auf etwa 20% geschätzt. In circa der Hälfte der Fälle tritt die Störung lediglich vorrübergehend auf und verflüchtigt sich von alleine. Schwerwiegende, persistierende oder multiple Regulationsschwierigkeiten können jedoch zur gesteigerten Erschöpfung auf Seiten der Eltern und zur Verfestigung interaktioneller Schwierigkeiten führen. Dies kann nachhaltig die kindliche Entwicklung beeinflussen und zu emotionalen und Verhaltensproblemen weit über das Kleinkindalter hinaus führen. Die Untersuchung frühzeitiger Präventions- und Interventionsangebote ist daher dringend erforderlich. Ziel der Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit der psychodynamisch-beziehungsorientierten Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie (SKEPT) bei diagnostizierten Regulationsstörungen in den Bereichen Schreien, Schlafen und Füttern. Verglichen wird die Effektivität der Kurzzeitintervention mit der Regelbehandlung von Regulationsstörungen durch den Kinderarzt. Nach umfassender Diagnostik werden Kinder im Alter zwischen 16 und 60 Wochen, die auf Grund einer Regulationssymptomatik bei kooperierenden Kinderärzten aus der Region Heidelberg vorgestellt werden, per Zufallsentscheidung der Behandlung durch SKEPT oder der Behandlung durch den Kinderarzt zugewiesen. Untersucht wird die Auswirkung der Behandlung auf die kindliche Symptomatik, die Eltern-Kind-Interaktion, die elterliche Belastung im Umgang mit dem Kind sowie die allgemeine elterliche psychische Symptombelastung, insbesondere die Depressivität, und schließlich die Auswirkung auf die elterliche Selbstwirksamkeit. Hierzu werden vor und nach der auf den Zeitraum von zwölf Wochen begrenzten Behandlung Fragebögen und Verhaltenstagebücher eingesetzt sowie videographierte Interaktionsbeobachtungen zwischen Eltern und Kind untersucht.

Mehr Informationen über die Studie erhalten Sie bei PI: Prof. Dr. med. Manfred Cierpka
Anna Georg     
Cristina Fischer