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Beziehungsorientierte Interventionen
 

Die Paar- und Familientherapie

Beziehungsorientierte psychotherapeutische Ansätze fokussieren einerseits auf die verinnerlichten Repräsentanzen konflikthafter Beziehungsmuster und andererseits auf die Veränderung von zwischenmenschlichen Konflikten. Die Paar- und Familientherapie ist eine immer häufiger eingesetzte psychotherapeutische Methode, die den Beteiligten in Beziehungssystemen hilft, die Interaktion in diesen Systemen zu verändern. Ziel ist es, die zwischenmenschlichen Störungen so zu bearbeiten, dass sich Symptome verbessern oder gar auflösen.

Zu den Krankheitsbildern, bei denen zwischenmenschliche Beziehungsstörungen vorwiegend mit der Entstehung, aber auch mit der Aufrechterhaltung einer Symptomatik verbunden sind, zählen als psychische Störungen die Dysthymien, die Angst- und Zwangsstörungen, insbesondere jedoch die Belastungsreaktionen, die Anpassungsstörungen und die Persönlichkeitsstörungen. Beratungsbedürftig sind darüber hinaus auch Lebenskrisen und schwere konflikthafte Konstellationen. Für diese Störungsbilder ist die Paar- und Familientherapie indiziert.

Ziel des Instituts ist es, durch einzel-, paar- und familientherapeutische Behandlung Patienten mit den genannten Erkrankungen möglichst wirksam unter Einbeziehung ihres relevanten Bezugssystems zu funktionsfähigeren Beziehungen zu verhelfen.

Informationen über eine Fortbildung in psychoanalytischer Paar- und Familientherapie finden sich unter www.familientherapie.uni-goettingen.de

Die Familienmedizin

Als beziehungsorientierte Intervention versucht die Familienmedizin die Arzt-Patient-Beziehung, die Beziehungen des Patienten zu seinen Angehörigen und die Beziehung der an der Behandlung des Patienten Beteiligten im Gesundheitssystem für die Gesundung des Patienten zu nutzen. In unserer Konzeption geht es um eine verstärkte Einbeziehung der Angehörigen in die Behandlung des Patienten und um die Synchronisierung der Ressourcen von Behandlungssystem und Angehörigen.

Traditionellerweise dient die Familienmedizin der Behandlung von Patienten mit schweren körperlichen und chronischen Erkrankungen, insbesondere auch alten Patienten. Aktuell sind Aspekte hinzugekommen, die das Verständnis und den Umgang mit Krankheitsmustern betreffen, die über Generationen tradiert werden. In allerjüngster Zeit beschäftigt sich die Familienmedizin auch mit den Auswirkungen der Fertilitätsmedizin und der Pränataldiagnostik. Insbesondere das letztgenannte Gebiet wirft in Bezug auf den Umgang mit genetischen Erkrankungen innerhalb von Paaren und Familien neue Fragen auf.

Ziel des Instituts ist es, die traditionelle Familienmedizin in Theorie und Praxis auszubauen. Ein besonderes Augenmerk wird darauf liegen, welche Auswirkungen die moderne Medizintechnologie auf die Kommunikation in Familien und auf das Befinden der einzelnen Familienmitglieder hat.