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Stellt die frühe Kindheit Weichen?
Dokumentation der Tagung vom 25. - 26. September 2015 in Heidelberg

Das Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg und das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) haben vom 25.-26. September 2015 zu einer Tagung zum Thema „Stellt die frühe Kindheit Weichen?“ eingeladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus dem In- und Ausland stellten neueste Erkenntnisse vor, die die besondere Bedeutung der frühen Kindheit für das spätere Leben belegen. Zugleich thematisiert wurden notwendige primär- und sekundärpräventive Strategien, um die Kinder und ihre belasteten Eltern zu stärken. Dem Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen in Deutschland kommt dabei besondere Bedeutung zu. Im Rahmen dieser Tagung hielt Prof. Dr. Manfred Cierpka seine Abschiedsvorlesung zum Thema: "Psychosoziale Prävention". Er erläutert darin u.a. wie er zu diesem Thema gekommen ist. Die wissenschaftliche Perspektive des Themas hat er im Tagungsbegleiter dargestellt.


Prof. Dr. med. Wolfgang Herzog würdigt die Leistungen von Prof. Dr. med. Manfred Cierpka




Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Manfred Cierpka zum Thema Psychosoziale Prävention




Mental Health & Prevention
Das Journal ‚Mental Health & Prevention‘ ist soeben zum ersten Mal erschienen. Ausgabe 1 ist für Interessierte unter diesem Link kostenfrei zu erhalten.

Allgemeine Informationen zum Journal gibt es hier: www.journals.elsevier.com

Autoren können ihre Artikel hier einreichen.

Soeben erschienen:
Das umfassende Buch zur Beratung und Psychotherapie: 0 – 3 Jahre Dieses Buch versammelt die renommierten deutschsprachigen Experten auf dem Gebiet. Durch die Ausweitung auf Kleinkinder wird der Bereich der frühen Kindheit von 0 bis 3 Jahren abgedeckt. Das Buch stellt nicht nur Beratungskonzepte dar, sondern auch darüber hinausgehende vertiefende psychotherapeutische Behandlungskonzepte.

  • Im Handbuch werden auch die Grundlagen ausführlich dargestellt, sowohl was die körperliche und seelische Entwicklung des Kindes angeht, als auch korrespondierende Veränderungen und Belastungen in Partnerschaft und Familie.
  • Im zentralen Teil des Buches werden die Probleme und Störungsbilder bei den 0–3-jährigen Säuglingen und Kleinkindern und die Interventionen dargestellt.
  • Die unterschiedlichen Belastungen von Familien werden im Hinblick auf das Behandlungskonzept gesondert aufgegriffen.
  • Zum Schluss werden auch präventive Konzepte dargestellt, die im immer wichtiger werdenden Bereich der sogenannten »Frühen Hilfen« im deutschsprachigen Raum eine große Rolle spielen.
Geschrieben für Kinder- und Erwachsenen-Psychotherapeuten, Psychiater, Kinderärzte, Sozialpädagogen (z. B. in der Jugendhilfe), Psychologen (z. B. an Beratungsstellen), Hebammen, Familienhelfer, Studierende. Das Praxisbuch, das jede Fachfrau, jeder Fachmann zur Hand haben sollte, wenn es um die Unterstützung von Säuglingen und Kleinkindern sowie deren Familie geht.
Mehr Informationen unter : www.springer.com

Eine saarländische Erfolgsgeschichte
Zum Ende der ersten Phase des Projekts „Keiner fällt durchs Netz“ lud das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes am 02. Februar zu einer Abschlussveranstaltung im Saarbrücker Schloss ein. Unter dem Titel „Keiner fällt durchs Netz – eine saarländische Erfolgsgeschichte“ wurde eine positive Bilanz der ersten drei Projektjahre gezogen und die Fortführung des Projekts angekündigt. In ihren Begrüßungsworten würdigten die Ministerin Frau Kramp-Karrenbauer sowie der Gesundheitsminister Herr Weisweiler das Projekt als wichtigen Beitrag zu Prävention und Kinderschutz. Lob für das Projekt und die gute Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen kam auch von Seiten des Regionalverbandes Saarbrücken (Regionalverbandsdirektor Peter Gillo), der hessenstiftung (Geschäftsführer Herr Dr. Kuther) sowie der Friedrich-Naumann-Stiftung (Vorsitzender Herr Dr. Gerhardt).
In seinem anschließenden Vortrag konnte Prof. Dr. Manfred Cierpka vom Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätskli¬nikums Heidelberg bereits erste Ergebnisse der Begleitforschung präsentieren, die auch aus wissenschaftlicher Sicht die Wirksamkeit und somit den Erfolg des Projekts stützen. Das Projekt „Keiner fällt durchs Netz“ wurde im Jahr 2007 in Zusammenarbeit zwi¬schen den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken, dem Gesundheits¬ministerium und dem Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Fa¬milientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg als Ergänzung des Landespro¬gramms „Frühe Hilfen“ beschlossen. „Keiner fällt durchs Netz“ umfasst die Netzwerk¬bildung ("Netzwerk für Eltern") in allen saarländischen Landkreisen und dem Regio¬nalverband, ein Elternkursangebot zur gelingenden Kommunikation mit dem Säug¬ling ("Das Baby verstehen") sowie als Kernpunkt die aufsuchende Arbeit durch Fami¬lienhebammen beziehungsweise durch Familienbegleiterinnen. Die Arbeit der Fami¬lienhebammen und Familienbegleiterinnen wird durch Kinderärzte, Sozialarbeiter sowie durch Sozialpädagogen der Koordinierungsstellen der Landkreise und des Regionalverbandes Saarbrücken ergänzt.

Kristina Schröder gibt Startschuss für Wiesbadener Frühe-Hilfen-Projekt "Keiner fällt durchs Netz"
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 17. Februar den Startschuss für den neuen Standort des Wiesbadener Projekts "Keiner fällt durchs Netz" gegeben. Das Projekt wurde im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" des Bundesfamilienministeriums als Länderprojekt in Hessen und im Saarland umgesetzt. Das Frühe-Hilfen-Projekt "Keiner fällt durchs Netz" richtet sich an Mütter und Väter mit Neugeborenen in belastenden Lebenslagen. Auf der Geburtsstation werden diese Eltern gezielt angesprochen und für eine Teilnahme an der Elternschule "Das Baby verstehen" oder an eine Familienhebamme vermittelt. Die Familienhebammen werden im Projekt weitergebildet und vom Projektteam fachlich begleitet. An jedem Standort wurde außerdem ein Netzwerk Frühe Hilfen errichtet. Nach der bisherigen Umsetzung in zwei Landkreisen in Hessen und allen Landkreisen des Saarlandes ist nun eine Fortführung der bestehenden Standorte und eine Ausdehnung auf weitere Kommunen geplant.
Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme Der Aus- und Aufbau von Netzwerken Früher Hilfen bildet einen wichtigen Schwerpunkt der Kinder- und Jugendpolitik des Bundesfamilienministeriums. So werden beispielsweise Projekte, die im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundes "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" initiiert wurden, fortgesetzt und neue Standorte gegründet. Das Aktionsprogramm (Laufzeit von 2006 bis 2010) hatte zum Ziel, Risiken für die gesunde Entwicklung von Kindern möglichst frühzeitig zu erkennen und die Erziehungskompetenz ihrer Eltern gezielt zu verbessern. So wurde unter anderem das Nationale Zentrum Frühe Hilfen eingerichtet, um die Entwicklung Früher Hilfen bundesweit zu unterstützen.
Externer Links zum Videobeitrag: http://www.bigcitytv.de/video/Keiner-faellt-durchs-Netz-1/9ec971b14446470438b14e0c21ca9084

Von Anfang an gemeinsam
Vom 13. bis 14. Oktober 2010 fand in Berlin der 1.Bundeskongress des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) unter dem Titel „Von Anfang an. Gemeinsam.“ statt. Rund 350 Teilnehmenden aus ganz Deutschland besuchten den zweitägigen Fachkongress. Dr. Kristina Schröder, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lobte in ihrer Eröffnungsrede die erzielten Ergebnisse der Bundesmodellprojekte: „Es ist beeindruckend, was in den Modellprojekten des Bundes zu den Frühen Hilfen geleistet wurde: Gut 2000 Familien haben wir in den vergangenen vier Jahren mit frühen Hilfsangeboten erreicht. Unsere Initiative hat gezeigt: Wir müssen den Familien so früh wie möglich Hilfsangebote machen. Die große Herausforderung wird nun darin bestehen, die wertvollen Ansätze Früher Hilfen deutschlandweit in die Praxis zu überführen." Die Ministerin sagte zu, das NZFH für weitere vier Jahre zu finanzieren. Vor der Eröffnung des Kongresses besuchte die Bundesministerin die Posterausstellung. Die Ausstellung zeigte auch die Ergebnisse des Modellprojekts „Keiner fällt durchs Netz“, das in den Bundesländern Saarland und Hessen durchgeführt wird. Im Gespräch mit Prof. Dr. Manfred Cierpka, Ärztlicher Direktor des Instituts für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, zeigte sie sich sehr interessiert am Vorgehen und an den Resultaten des Projekts.

Kleine Steine mit mächtiger Wirkung
Mit Kieselsteinen gegen Gewalt

  • Damit Gewaltprävention frühzeitig gelingt
  • Einsetzbar in Kindergarten und Grundschule
  • Das neue Erfolgsprogramm des Heidelberger Präventionszentrums

Kieselsteine eignen sich hervorragend, um mit Kindern Musik zu machen! Über diesen spielerischen und einfachen Zugang lernen sie, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Wichtige Fähigkeiten, die bei der Prävention von Aggressionen eine große Rolle spielen, werden gestärkt wie: Einfühlungsvermögen, Impulskontrolle und die Kompetenz, mit Wut und Ärger umzugehen. Der Grundstein für ein gewaltfreies Miteinander wird so schon in früher Kindheit gelegt.
http://www.win-future.de/literatur/paedagogik/die-kieselschule.html